Schuberts “Winterreise”

A staged production of Hans Zender’s interpretation of Schubert’s song cycle.


Description in German

Ein Mann schläft. Er wacht auf und schaut sich um. Ein Bett… Jalousien… Sonst nichts. Alles weiß. Der ihn umgebende Raum scheint ihm vertraut und doch fremd zu sein. Hat der Raum ein Eigenleben? Oder ist es lediglich das Innenleben des Mannes, welches sich hier manifestiert? Der Raum gibt ihm, der sich auf ruheloser Wanderschaft befindet, sein eigenes Echo zurück – antwortet ihm. In der selbst gewählten Einsamkeit dieses abgeschiedenen Raums, der kein Außen kennt, will er los- und zurücklassen, was geschehen ist. Doch wie soll ihm das gelingen, wenn er stets aufs Neue mit sich selbst konfrontiert wird?

In unserer Winterreise begleiten wir den Wanderer auf dem Weg durch sein eigenes Inneres, durch Nöte und Ängste, Leidenschaften und Träume. Gemeinsam mit ihm entdecken wir ferne Erinnerungen, längst Vergessenes, den Schmerz der verflossenen Liebe und die Sehnsucht nach Geborgenheit. Wir sehen einen Mann, der einen Verlust erlitten hat und sich davon nicht befreien kann. Die anfangs noch ersehnte Einsamkeit scheint ihn mit der Zeit zu zermürben. Die winterliche Wanderung wird für ihn zur Reise durch die düsteren Klüfte der menschlichen Seele. Die Flucht aus der Wirklichkeit scheint zwingend zu werden. Ist der einzige Ausweg der Tod?



Conductor Robert Reimer (Luxembourg) / Thierry Fischer(Paris)
Director Jasmina Hadziahmetovic
Associate Director Wenzel U. Vöcks
Set Design & Costume Design Hella Prokoph
Video Frieder Aurin
Wanderer / Tenor Julian Prégardien
Orchestra Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern (Luxembourg) /
Ensemble Intercontemporain (Paris)

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